Wichtige Wienerliedensembles Trends, Tonträger und Termine ...Musikalisch sehr viel avancierter, aber auch um einiges strenger geht es das attensam quartett an, dessen Name nicht zufällig etwas mit der gleichnamigen Hausbesorgerfirma zu tun hat. Die vier Musikerinnen und Musiker - Annette Bik und Sophie Schafleitner an den Geigen, Ingrid Eder an der Knopfharmonika und Michael Öttl an der Gitarre - verfügen allesamt über langjährige Erfahrungen im klassischen Konzertbetrieb und “haben das gemacht, was ich immer schon wollte", wie Roland Neuwirth etwas neidisch anmerkt, "nämlich zeitgenössische Komponisten für das Schrammelquartett schreiben zu lassen". Auf seiner aktuellen Platte a.qua.plus (Extraplatte) hat das Quartett gemeinsam mit dem stimmgewaltigen Bariton und Brecht-Interpreten Walter Raffeiner Stücke eingespielt, die u.a. auf Texten von Artmann, Canetti und Rühm basieren und von den Nicht-nur-Jazzern Oskar Aichinger, Christof Cech, Christian Muthspiel oder dem Ex-Knödel und Zitherrevolutinär Christoph Dienz vertont wurden. Das klingt mitunter ein wenig nach Zweiter Wiener Schule, allerdings ohne deren Bierernst. In den Worten des Klangforum-Intendanten Sven Hartberger: "Tänze, zu denen man nicht tanzen kann. Märsche, zu denen nur ein Besoffener marschieren könnte." Falter 29/06
Wie haben. Wie haben die denn damals getanzt? Lastend und tief traurig beginnen die Ottakringer Tänze. Sind sie auf dem Tanzboden gestanden damals, die 18jährigen Menschen und haben still und traurig froh einander in die Augen geschaut und erst nachdem die 1. Tränen rollten sich langsam und verschämt in Bewegung versetzt? Jetzt sind sie schon lange tot, und mir könnte es heute ohne weiteres auch passieren; das mit dem Totsein und das mit den tief frohen Tränen. Cool wäre das allerdings nicht; ich möchte von dschali an dschigg, und mia san mia. Schdaumbbfds mi in di schdrossn ein; agazebam und kastanien bleiben agazebam und kastanien, und wer das libhazzdoe nicht verstanden hat, soll mir besser weniger erzählen als viel…Fangen wir einfach an zu arbeiten. Walter Raffeiner (aus einem Brief an das attensam quartett)
© Peter Kubelka
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