OHREN AUF! Ensemblegeister Gute Stimmung verbreiten sie wahrlich nicht die „Neuen Wiener Lieder“, die das „Attensam Quartett“ unter dem Titel „a.qua.plus“ (Extraplatte) gerade veröffentlicht hat. In tonlosem Pizzicato lässt Oskar Aichinger die „Greißleruhr“ aus H.C. Artmanns Gedicht „winta“ ticken und beschwört eine Tristesse herauf, die zu ertragen schon einiges an seelischer Ausgeglichenheit erfordert. Christian Muthspiel sieht mit Günter Brödl resigniert dem „anfang vom end“ entgegen. Die (klassischen) „Ottakringer Tänze“ von Karl Mikulas sprechen in ihrer tränenseligen Bewegungslosigkeit dem Titel Hohn, während Christoph Cechs Vertonung von Gerhard Rühms „botswaach“ genau so klingt, wie sie heißt. Die Zukunft des raunzig-z’wideren Wienerlieds ist also sichergestellt. Annette Bik und Sophie Schafleitner (Violinen), Ingrid Eder (Knöpferlharmonika) und Michael Öttl (Kontragitarre) sowie Sänger Walter Raffeiner widmen sich der klingenden Depression mit aller gebotenen seelische Hingabe, mit großem musikalischen Gespür für die gewisse Brüchigkeit und in einem gut eingespielten Ensemblegeist. Das zu hören macht dann trotz aller Schwärze doch auch wieder – Spaß.“ Carsten Fastner, Falter 40/2005
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Das attensam quartett traut sich. Sie beherzigen den Rat des Wiener Kontragitarristen Rudi Koschelu, der besagt: " Ein Weana Tanz muss so langsam gespielt werden, dass es weh tut". Er wird ja eh nicht getanzt, der Weana Tanz, genauso wenig, wie der Wiener Marsch marschtauglich ist. Feinste Kammermusik wird da präsentiert, die Geigen erzeugen den Wiener Ton, dessen Messlatte immerhin sehr hoch hängt. Wiener Volksliedwerk, Website
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NEUE MUSIK GEHÖRT (WIRD) GEHÖRT Zum Teil köstliche, zum Teil pechschwarze neue wiener lieder bieten uns Walter Raffeiner und das Attensam-Quartett, wobei u.a. die Dichter H.C.Artmann, Elias Canetti und Gerhard Rühm einerseits, die Komponisten Oskar Aichinger, Christoph Cech, Karl Mikulas, Christof Dienz und Christian Muthspiel andererseits die ungebrochene Faszination des Genres "Wienerlied" sowie seiner Verfremdungen dokumentieren. ÖMZ 11/12 2006
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